Was man in Ostrhauderfehn machen kann
Kein Freizeitpark, keine Promenade. Was es tatsächlich gibt.
Ostrhauderfehn ist kein klassischer Ferienort mit Kurverwaltung und Abendprogramm, sondern eine ländliche Gemeinde. Der Reiz liegt in der Landschaft und in der ungewöhnlichen Siedlungsform. Das Folgende ist belegt; was wir nicht prüfen konnten, steht hier nicht.
Radfahren auf der Deutschen Fehnroute
Die Fehnroute ist ein als Rundstrecke angelegter Radfernweg von 173 Kilometern Länge. Sie führt durch den nordwestlichen Teil Niedersachsens – durch Ostfriesland, das Emsland, das Ammerland und den Landkreis Cloppenburg – und verbindet die Orte, die durch Moorkolonisierung erschlossen wurden. Die Route ist zugleich als Ferienstraße ausgeschildert und mit dem Auto befahrbar.
Für einen Urlaub heißt das: Sie können mehrere Tage aus einem festen Quartier heraus Etappen fahren, statt jeden Tag umzuziehen. Das Gelände ist flach.
Kanäle und Wieken
Zu den Gewässern der Gemeinde gehören die Fehnkanäle und Wieken des historischen Fehnsiedlungssystems sowie mehrere natürliche und künstliche Gewässer. Sie sind kein Freizeitangebot im engeren Sinn, sondern das Grundgerüst des Ortes: Die Bebauung folgt dem Wasser, nicht umgekehrt. Wer sehen will, wie Moorkolonisierung funktioniert hat, findet sie hier im Maßstab 1:1.
Windmühle in Idafehn
Im Ortsteil Idafehn steht die einzige erhaltene Windmühle der Gemeinde, ein Galerieholländer. Der Landwirt Heinrich Lanwer erbaute sie 1891. Neben der Mühle stehen ein Müllerhaus und eine Bäckerei. Technisch funktionsfähig sind zwei Mahlgänge und ein Peldegang. Der Orkan Quimburga beschädigte die Mühle 1972 schwer – nur der Stumpf blieb stehen –, ab 1999 wurde sie unter Regie der Gemeinde wieder aufgebaut. Sie dient heute als Versammlungsraum für örtliche Vereine und als Ort für Hochzeiten; sie kann besichtigt werden, Info-Tafeln erläutern ihre frühere Funktion.
Vor der Fahrt prüfen: Öffnungs- und Besichtigungszeiten ändern sich. Wir nennen hier bewusst keine, weil wir sie nicht laufend prüfen können. Fragen Sie kurz bei der Gemeinde nach, bevor Sie hinfahren.
Historische Bausubstanz
Mittelalterliche Kirchenbauten gibt es in Ostrhauderfehn – anders als in vielen anderen ostfriesischen Gemeinden – nicht mehr. Die erhaltenen Kirchen in Potshausen und Langholt stammen von 1865 beziehungsweise 1901, die erste Kirche im Hauptort wurde 1896 errichtet. Entlang der Fehnkanäle standen früher in großer Zahl eingeschossige Kolonistenhäuser der Moorsiedler, in Reihe am Wasser errichtet.
Die Ortsteile
- Ostrhauderfehn – Hauptort und Verwaltungssitz, Bevölkerungsschwerpunkt
- Holtermoor und Holterfehn – zweiter Schwerpunkt der Gemeinde
- Idafehn – Windmühle, an der B 438
- Langholt – Kirche von 1901
- Potshausen – an der Leda, Kirche von 1865
Ausflüge in die Umgebung
Weil der Ort selbst überschaubar ist, entscheidet die Umgebung über den Urlaub. Leer mit seiner Altstadt am Hafen liegt 19 Kilometer entfernt, Papenburg mit der Meyer Werft 21 Kilometer, Emden 52 Kilometer. Die Entfernungen im Einzelnen stehen unter Lage und Entfernungen.
Quellen, geprüft am 2026-09-04:
- Wikipedia, Artikel „Ostrhauderfehn“ (de.wikipedia.org)
- Wikipedia, Artikel „Deutsche Fehnroute“ (de.wikipedia.org)
- Straßenentfernungen berechnet über OSRM auf Basis von OpenStreetMap-Daten; Ortskoordinaten aus OpenStreetMap (Nominatim)